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Vogelkundliche Wanderung
Seite 2
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Vogelkundliche Wanderung mit dem NABU

Die aufgehende Sonne leuchtet auf das frische Blattgrün der Buchen und Birken. Es ist empfindlich frisch am Sonntagmorgen um 6.00 Uhr in dem kleinen Waldstück in der Nähe des Gut Böckel. Aber trotzdem singen schon viele Vögel eifrig ihre Lieder. Eine kleine Gruppe Vogelliebhaber hatten sich auf dem Parkplatz Böckelblick gesammelt und wartet auf den Beginn der vogelkundlichen Wanderung unter Leitung von Dietrich Steinmeier. Er will unterwegs von den gefiederten Bewohnern des Waldes erzählen und erklären, wie man sie an ihrem Gesang erkennen kann. Fast jeder der Teilnehmer hat ein Fernglas dabei und eine Liste der Brutvögel im Kreis Herford gibt es vom NABU. Auf der kann jede gesehene oder gehörte Vogelart angekreuzt werden. Praktisch für die Nachbetrachtung der Wanderung zu Hause.

Die Gruppe braucht gar nicht weit zu gehen, dann ruft eine Kohlmeise „zi zi be, zi zi be“ und ein Buntspecht trommelt in der Ferne. Ein ganz besonderer Vogel ist auch schon zu hören, ein Wintergoldhähnchen. Der Gesang erinnert an das Quetschen einer Fahrradluftpumpe. „Ich kann lesen“ ruft ein Buchfinkenmännchen von der Spitze einer Tanne. Eine Goldammer verkündet aufgeregt „wie wie wie hab ich dich so lieb“. Wen sie damit meint, weiß auch Dietrich Steinmeier nicht, aber er kennt viele Deutungen der Vogelgesänge. Dass jetzt ein Zilp-Zalp singt, kann jeder Teilnehmer schnell erkennen, denn minutenlang wiederholt der kleine Sänger seinen Namen. Das Rotkehlchen dagegen trällert eine perlende Tonreihe, die etwas wehmütig klingt. Einen schmetternden Gesang lässt der Zaunkönig ertönen. Diese Lautstärke traut man dem kleinen, unscheinbaren Vogel gar nicht zu. Er ist aber oft auf dem gewundenen Weg durch den Wald in Ostkilver zu hören. Die „Nähmaschine des Waldes“ ist noch nicht wieder da, berichtet Dietrich Steinmeier seinen Zuhörern. Gemeint ist der Waldlaubsänger, der schon seit Jahren am Rande des Waldes sein Revier hat. Er ist den Winter über in Afrika und kehrt erst in den nächsten Tagen in sein Brutgebiet zurück. Wie auch die Mauersegler, die noch nicht wieder in Rödinghausen eingetroffen sind.