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Sträucher Schneiden PDF  | Drucken |

Sträucher schneiden aber richtig

Der Rückschnitt von Laubgehölzen war am 10.02.2007 das Thema des Naturschutzbund Deutschland. Auf Anregung des NABU hatten die Familien Brinkmann und Wortmeier vor 10 Jahren in ihren Gärten an der Ella-Ruben-Str. in Bünde überwiegend heimische Laubgehölze, wie Vogelbeere, Hartriegel, Traubenkirsche, Schneeball, Ahorn und Buche gepflanzt. Auf den Blättern dieser Sträucher leben nicht nur viele Insekten, auch ihre Blüten und Früchte locken zahlreiche Tiere an. Das Pflanzen heimischer Sträucher ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz.

Aus den kleinen 70 – 80 cm großen Pflanzen sind mittlerweile 6 – 7 m hohe Sträucher und Bäume geworden. Zu groß für die kleinen Gärten. Schon im letzten Jahr hatte Friedhelm Diebrok vom NABU hier verschiedene Möglichkeiten des Strauchschnitts gezeigt. Einzelne starke, hochgewachsene Äste wurden kurz über dem Erdboden abgeschnitten und unterhalb dieser Schnittstelle trieben bereits neue Zweige empor. Jetzt wurden weitere alte Äste zurückgeschnitten um auch hier den Neuwuchs zu fördern. Dieser Rückschnitt in Abschnitten sorgt dafür, dass die Hecke nicht zu hoch wird, aber dicht bleibt und weiterhin Sicht- und Windschutz bietet. Auch für Kinder bleiben so noch viele Versteckmöglichkeiten, um hier kleine Abenteuer zu erleben.

Aber auch an die Vögel hatte Friedhelm Diebrok gedacht. Mit einem gezielten Schnitt kappte er einen Weißdorn in 1 m Höhe. Hier schaffen bald zahlreiche neue Austriebe eine sichere Nistmöglichkeit. Das bewiesen auch zahlreiche verlassene Vogelnester vom vergangenen Jahr. Weißdornbüsche sollten in keinem Garten fehlen, erzählte der Gärtner den 15 interessierten Teilnehmern, denn es sind wichtige Vogelschutz und –nährgehölze. Außerdem blüht Weißdorn schön und hat hübsche dunkelrote Früchte.

Gartenbesitzer, die ihren Garten mit verschiedenen heimischen Laubgehölzen bepflanzt haben, können beobachten, wie sich der Garten zu jeder Jahreszeit verändert: Im Frühjahr der zarte, grüne Blattaustrieb, im Sommer die leuchtenden Früchte und im Herbst die wunderschöne bunte Blattfärbung. Leider ist es Mode geworden, fast ausschließlich immergrüne Gehölze in die Gärten zu pflanzen, bedauert Friedhelm Diebrok. Die Pflege ist vielleicht nicht ganz so aufwändig, sie bieten jedoch Tag für Tag den gleichen Anblick und auch für Vögel und Insekten haben diese Gehölze wenig zu bieten.

Zum Ende der Veranstaltung bekamen die Teilnehmer noch einen Tipp für die Entsorgung des Strauchschnitts mit auf den Weg: Es gibt starke, mobile Holzhächsler, die in wenigen Minuten riesige Holzhaufen schreddern und wenn sich mehrere Parteien zusammentun, halten sich auch die Kosten im Rahmen. Mit den Spänen können dann die Beete im Garten gemulcht werden. In einer ruhigen Ecke des Garten sollte jedoch ein Teil des Strauchschnitts zu einem Haufen aufgeschichtet werden. Igel werden sich im Sommer bestimmt über diese Versteckmöglichkeit freuen und vielleicht darin ihre Jungen aufziehen.